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Das Werk ist ein Sammelwerk mit dessen Vor- und Nachteilen. Die meisten Mitarbeiter sind bekannte Autoren, so daß der Leser weiß, welches Programm hinter den einzelnen Mitarbeitern steht. August Messer-Gießen, Wertheimer-Berlin, Johannsen-Jena, Müller-Freienfels-Berlin, Stern-Hamburg, Giese-Stuttgart, Thurnwald-Berlin,
Utitz-Halle und andere haben kurze Aufschnitte ihrer psychologischen Auffassung geliefert. Der Psychoanalyse werden die meisten dieser Autoren nicht gerecht. Es müßte eigentlich für den Herausgeber selbstverständlich sein, daß er über Psychoanalyse einen Vertreter der Freudschen Schule selbst sprechen ließe, nachdem er in seinem Werk Alfred Adler das Kapitel über Individualpsychologie zugewiesen hat. Den Abschnitt über Psychoanalyse hat Kutzner in Bonn übernommen. Er bemüht sich, die Lehre Freuds sachlich darzustellen, aber trotz seiner (rationalen) Begründung, daß dies im verfügbaren Raum und bei den Voraussetzungen seiner Leser schwer zu lösen sei, liegt die Hauptschwierigkeit in Widerständen des Autors selbst. Er verwahrt sich gegen die Annahme der Analyse en bloc und wünscht nicht, daß die psychoanalytische Behandlung von einzelnen Lehrern gehandhabt wird. Im Literaturverzeichnis, das eine Reihe von wesentlichen Arbeiten über Psychoanalyse enthält, fehlen die Veröffentlichungen von Bernfeld, Anna Freud, Hug-Hellmuth und Zulliger, einzelne andere Titel könnten dafür wegfallen.