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Unsere, wie eine Schlagzeile anmutende Überschrift soll auf eine uns allen bekannte Erscheinung im Klassenleben hinweisen und die Kraftprobe zwischen Lehrern und Schülern bezeichnen, die regelmäßig bestanden werden muß, wenn ein bei Kindern beliebter Lehrer durch eine fremde Lehrkraft ersetzt wird.
Es zeigt sich in diesen Fällen mit Sicherheit in der Klasse zuerst eine Atmosphäre höchster Spannung, größte Zurückhaltung der Individuen (in corpore) und allgemeine abwartende Passivität.
Dieser drückende Spannungszustand muß irgendwie gelöst werden. Da er eine sonst (persönlich) zwiespältige Klassengemeinschaft zu unbewußter Einheit geschlossen hat, nützt ein Lösungsversuch seitens des Lehrers durch ein Scherzwort oder eine andere vorsichtige Annäherung kaum.
Oft genug erweist sich eine gut gemeinte pädagogische Handlung des Lehrers als völliger Fehlschlag, oder sie führt geradezu zu einer Katastrophe im kleinen. Sie tritt unfehlbar ein, wenn der Klassenleiter von seiner Führerposition merklich herabsteigt, um sich falsch kameradschaftlich-freundschaftlich den kleinen „Rebellen” zuzuneigen.
Denn nichts anderes sind die Kinder in dem Augenblick, da ihnen der gewohnte Führer ersetzt wird durch einen schlechthin Unbekannten, dessen Gepflogenheiten sie annehmen sollen, dessen Art sie wohl oder übel anerkennen müssen und dessen Persönlichkeit und Sein ihnen eine unbequeme Forderung, ein Verzicht, eine Umstellung bedeuten.
Wir dürfen selbst bei kleinen Menschen nicht vergessen, daß sie konservativ sind, an liebgewordenen Gewohnheiten hängen und jedweden, auch psychischen Besitz festzuhalten versuchen.
Im gegebenen Moment ist der Anstifter der heimlichen Gegenmenschlein da, auf irgendeine wirksame Weise weiß er die Negation der Klassenallgemeinheit deutlich und unter fördernder Zustimmung der Mitschüler dem Fremden gegenüber zu dokumentieren. — Wir wissen aus unseren Erfahrungen und Beobachtungen an Kindern und Erziehern, daß oft genug die Klassenrevolution zu einer Niederlage des u