You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Nachstehende Angaben danke ich einer sehr intelligenten Patientin, die bei mir wegen ihrer Neurose in psychoanalytischer Behandlung stand und als Quartiergeberin einer reichsdeutschen Familie Gelegenheit hatte, deren kleinen Hans auch in seinen sexuellen und charakterologischen Äußerungen zu beobachten. Jede dieser Äußerungen wurde mir in der Analyse sofort vermeldet und mit genauer Zeitangabe festgelegt. Ist meiner Patientin auch gewiß nicht jegliche Sexualbetätigung des kleinen Jungen bekannt geworden, so hat sie doch so viel zusammengestellt, daß bei der Dürftigkeit der Literatur gerade über allererste geschlechtliche Äußerungen ihre Mitteilungen Anspruch auf Beachtung haben.
Als Hansi im vierten Lebensmonat steht, hat seine geliebte Kinderfrau Gisela drei Tage Urlaub gehabt. Sobald sie das erstemal wieder ins Zimmer tritt und ihn aufnimmt, lacht er über das ganze Gesicht und pißt sie an. Ein paar Tage später eine ähnliche Szene. Die Mutter, die ihn lange nicht so sorgfältig betreut als seine Kinderfrau, hat ihn vom Spaziergang nach Hause gebracht. Da war er noch ganz brav. Als ihn aber die Gisela aufnimmt, ging es wieder los. Er freut sich immer, wenn er diese sieht, alle anderen Personen, auch die eigene Mutter, sind ihm gleichgültig.
Aus derselben Zeit merkt man auch, daß er stets masturbiert. Er kann nicht ohne Höschen liegen, ohne daß er sich an den Penis greift. Und wenn er diesen zu fassen kriegt, hält er ihn mit beiden Händen fest und drückt daran. Dieser Hang zur Onanie währt ununterbrochen bis zum Alter von eineinviertel Jahren.
Mit sechs Monaten greift er meiner Patientin, die sich über ihn beugt, mit beiden Händen in den Busenausschnitt. Schon einen Monat zuvor meint Gisela einmal lachend: „Es ist unglaublich, welch zudringlicher Liebhaber der Hansi ist. Immer greift er einem an die Brust”.
Aus seinem zwölften Monat erzählt meine Patientin: „Er sieht mich heute