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Bei den Onanisten kommen erotische Träume massenhaft vor. Dies findet seine Erklärung darin, daß der Onanist in der Onanie nur einen Notbehelf zur Befriedigung seiner Sexualität sieht und nicht die eigentliche Befriedigung. Dabei macht er sich alle möglichen Vorwürfe wegen seiner Onanie, ist in Gedanken und sonstwie immer an seine Onanie gebunden, mit einem Worte, er leidet an seinem Onaniekomplex,
der ihn überall, im Wachen und im Traumleben, verfolgt. Ist der normale reguläre Sexualverkehr fähig, das Traumleben des Menschen von erotischen Träumen ganz zu befreien, so verhält es sich bei dem Onanieübenden gerade umgekehrt; sein sehnsüchtiger Wunsch nach Koitus bleibt bestehen, und da er noch dazu durch die Onanie in einen Zustand sexueller Überreizung gerät, so träumt er viel, und seine Träume tragen meist einen unverhohlenen, grob sexuellen Charakter.
Der Onanist träumt meist von verschiedenen onanistischen Akten. Nicht selten sind gegenseitige Onanie und andere homosexuelle Akte (coitus per anum, Cunnilingus usw.) Inhalt dieser Träume. Er träumt weiter oft vom normalen Koitus mit einer weiblichen Person, wobei die Ejakulation (zugleich Pollution!) ante portas oder sofort nach Einführung oder während des Einführens des Penis in die Vagina geschieht. Der Onanist träumt die verschiedensten erotischen Bilder, die alle hier aufzuzählen wohl nicht möglich und auch nicht der Mühe wert ist.
Andererseits kommen aber bei den Onanisten symbolische Träume onanistischen Charakters vor, die manchmal von großem Interesse sind. Hier möchte ich so einen Traum und seine Deutung anführen:
A. träumt, er packe einen Korb mit verschiedenen Kleidern aus. Dabei merkt er, daß sich ein Teil der im Korb noch liegenden Kleider in Bewegung befindet, als ob vom Boden des Korbes etwas auf die Oberfläche kommen möchte. Bald merkt er, daß sich auf dem Boden des Korbes eine zischende Schlange hervormacht und sich befreien möchte. Der Atem der Schlange ist so giftig brennend, daß der Rücken seiner