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Die folgenden Beobachtungen schildern eine im Kindesalter häufige Erscheinung von Fehlentwicklung des Charakters oder intellektuellem Stillstand, deren Kenntnis für den Erzieher äußerst wichtig ist. Es handelt sich um solche Fälle, in denen ein in der frühen Kindheit erlittener Verlust, der durch leicht nachzuweisende Erschütterungen ausgelöst worden ist, eine mehr oder weniger ausgesprochene Regression zu einem
infantilen Stadium zu bewirken scheint. Es hat den Anschein, als ob das Individuum Gründe hätte, die Rückkehr ins Kinderparadies zu wünschen, und daß es dieses bis zu einem gewissen Grade auch erreicht.1
James war sechs Jahre alt, als seine Mutter starb; sein Vater verheiratete sich wieder. Danach wurde das Kind Nachtwandler und fing wieder an, das Bett zu nässen. Als er schon etwas Französisch und Englich verstand, fing er an zu stammeln und setzte es mehr oder weniger bis zu seinem 14. Jahre fort.
Er ist klein, und das verdrießt ihn sehr; nichtsdestoweniger sucht er sich stets jüngere Kameraden. Er leidet an Pavor nocturnus, beißt seine Nägel und lügt. Er spricht nie mit seiner zweiten Mutter von seinen Ängsten und Kümmernissen, hat Schwierigkeiten bei der Schularbeit, ist in der Klasse zurückgeblieben, und deswegen brachte man ihn zu uns zur Untersuchung.
Dies ist der erste Traum, den er im Laufe seiner Analyse brachte: „Ich bin in einem Hotel vor einer Schlucht. Unten ist ein Fluβ. Von vorn sieht man die andere Seite der Schlucht. Mein Kamerad Jean-Louis erklettert diese andere Seite, klammert sich an groβe Schlüsselblumen. Nachdem er einige Gräser herausgezogen hat, ertönt plötzlich aus dem Hotel der Gong, der zum Mittagessen ruft. Er stürzt sich wie ein Flieger in die Luft, fällt ins Wasser, indem er „Mama, Mama”, schreit. Als er hinaufkletterte, hatte er kurze Haare, als er schreiend herabfiel, hatte er lange Haare.”
Seine Assoziationen zu diesem Traum sind durchsichtig: sie beziehen sich auf seine Mutter, a