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Ich will aus meiner eigenen Erfahrung erzählen, wie unvernünftig es ist, Kindern vom schwarzen Mann und dergleichen zu erzählen und sie damit zu ängstigen. Im späteren Leben können daraus neurotische Symptome entstehen, wie ich z. B. an meiner Freundin erfahren konnte, die sich dann in psychoanalytische Behandlung begeben mußte. Ich will einige Beispiele erzählen:
Als ich neulich in der Elektrischen fuhr, saß mir gegenüber eine junge Frau mit einem ungefähr 4jährigen Bübchen, das durchaus auf die Bank klettern wollte, um besser hinaussehen zu können. Die Mutter versuchte vergeblich, dem Kleinen mit Scheltworten und Schlägen das Stehen auf der Bank zu verbieten, der kleine Hans schrie nur noch mehr. Da nahte der ungeschickten Mutter Hilfe in Gestalt eines gutmütig aussehenden, dicken, kleinen Schaffners, der die Fahrscheine zu sehen verlangte. Da rief die junge Frau: „Da kommt der Mann und steckt dich gleich ein,
wenn du nicht sofort brav bist.” Im Augenblick war das Kind ruhig, wie die Mutter es wünschte; mit großen, ängstlichen Augen sah es den gemütlich lächelnden Mann an, dem scheinbar die Rolle als böser Mann gefiel. Nachher, als Mutter und Kind ausstiegen, stolperte das Hänschen, und als der Schaffner es aufheben wollte, schrie und weinte es aus Leibeskräften: „Huh, der Mann will mich einstecken.”
Ein kleines Mädchen von vielleicht vier Jahren geht im Gewühle der Großstadt verloren. Da kommt der Schutzmann hilfsbereit mit seinem blitzenden Helm, aber das Kind weint und zittert am ganzen Körper und will ihm davonlaufen, denn zu Hause hatten ihm die Eltern, wenn es abends nicht schlafen wollte, oder ungezogen war, erzählt, der Schutzmann, oder gar der schwarze Mann, der würde es dann einstecken in einen großen Sack, wo alle ungezogenen Kinder hinkämen; ja, und dann brächte man den Sack auf die Polizei, wo er in einen finsteren Turm geworfen würde. Kein Wunder, daß das von Angst gepeinigte Kind weint! Und als der Schutzmann ihm klar machen will, daß er ihm ja nur