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Dem Heft ist ein Wort von Romain Rolland über neue Erziehung vorangestellt, aus dem hier ein Satz zitiert werden soll, der am klarsten die Einstellung des Werdenden Zeitalters charakterisiert: „Zu viele alte und neue Torheiten haben ein Interesse daran, das Erwachen der Seele zu hindern, und versperren ihr den Weg mit Scheinwahrheiten, toten und tötenden”. Gegen diese Scheinwahrheiten für das Erwachen der Seele arbeitet das Werdende Zeitalter und sollte darum von allen, die mit der kindlichen Seele zu tun haben, gelesen werden. Diesem Heft aber sei vor allen anderen eine möglichst große Verbreitung gewünscht, besonders wegen des Artikels „Menschen in Not” von Karl Wilker. Wilker faßt hier eine Reihe von Büchern zusammen, die alle von der seelischen Not heutiger Menschen handeln. Die Worte, die er zu diesen Büchern zu sagen hat, sind der erschütterndste Aufruf zum Mitfühlen und Abhelfen dieser Not. Der Artikel geht alle an, die durch Mittun oder Duldung schuld sind an dem Leiden von Tausenden. Er geht aber in erster Linie die Pädagogen an, da Wilker vor allem von der Not des Fürsorgezöglings spricht. „Aber ich glaube,” — so schließt Wilker, — „daß das Problem vom »Menschen in Not« heute bereits so vielgestaltig faßbar ist, daß keiner mehr sich anmaßen darf, zu behaupten, es sei das keine pädagogische Angelegenheit, es sei allenfalls eine menschliche! Nun wohl, es ist eine menschliche Angelegenheit; aber es gibt keine menschliche Angelegenheit, die nicht zugleich eine pädagogische, und keine pädagogische, die nicht zugleich auch eine menschliche Angelegenheit wäre!” Sehr wesentlich ist in diesem Hefte auch ein Artikel von Wilhelm Laiblin über Albert Schweitzer. Laiblin gibt ein kurzes Lebensbild dieses seltenen Mannes, durch das man versteht,