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Im Denken und in den Träumen des Kindes spielt der Weltuntergang eine bedeutend größere Rolle als beim erwachsenen Kulturmenschen. Wir kennen den Grund. Ich und Welt, Subjekt und Objekt sind — wo nicht mehr eins — doch noch sehr eng miteinander verknüpft und werden erst beim Kulturmenschen mit der Steigerung der Individuation gelockert.
Die Vorstellung vom Weltgeschehen ist beim Kinde und den Alten noch fast ausschließlich Projektion und Spiegelbild der Ichschicksale und weist deshalb noch wenig objektiv-wissenschaftliche (d. h. am Objekt wahrgenommene) Befunde auf.
Wie kommt nun das Kind zu der Vorstellung des Weltunterganges?
Ein typischer Fall aus meiner Praxis der Kinderanalyse wird uns einen Einblick in die infantilen Weltuntergangsphobien gewähren.
Der Schüler R., zwölf Jahre alt, ein Knabe von geringer Impulsivität und geringer Rapportfähigkeit, der dazu linkisch, zerfahren, träumerisch und, was für ihn besonders bezeichnend, sehr negativistisch war, unternahm allerhand