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Man sieht es dem Mitmenschen öfters an, besonders dem lebhaften, daß ihn plötzlich etwas verwirrt. Sein Gesicht verliert die Ausstrahlung, es scheint nach innen zu zerfallen, die gröbere Muskulatur scheint sich zu versteifen, die Augen verlieren die Zieleinstellung. Bewegt sich der Mensch dabei, so scheint die Bewegung nicht nur unpassend zur Umwelt, sondern auch zu ihm selbst. Wir erwarten aber — trotz guter Erziehung — im Grund so wenig, daß die Persönlichkeit sich gleich bleibe, daß wir diese merkwürdigen Erscheinungen kaum beachten; sie vergehen auch rasch.
Ähnliche Erscheinungen treten so häufig bei der Gymnastik hervor, daß sie Aufmerksamkeit verdienen. Der „Gehemmte” meint, daß er sich nicht rühren kann; seine Bewegungen sind entweder kindähnlich oder ruckhaft, unlogisch geworden. Entweder gehören sie nur einem Teil des Körpers und sind durch die Starrheit anderer Teile an ihrer Auswirkung gehindert; oder sie entsprechen kleineren, schwächeren Gliedmaßen, als die vorhandenen es sind; oder sie bewegen sich aus einem früheren kindlichen Bewegungszentrum, welches dem gegenwärtigen Körper nicht mehr entspricht. Dabei ändert sich die Atmung, sie wird seichter, die Atmungsphasen kämpfen mitunter, besonders bei der Ausatmung, mit der entgegengesetzten Innervation. Das kann sich bis zu einem atemlosen Taumel steigern.
Beobachtet der „Gehemmte” sich dabei, so merkt er selbst, daß er nicht mehr seinen ganzen und gegenwärtigen Körper empfindet. Er hat manchmal das Gefühl, sein Körper sei viel kleiner, vielleicht der eines Kindes; oder nur einzelne Teile werden als kleiner empfunden, als sie wirklich sind. Oft fehlt das Körpergefühl ganz, und es wird meist ein starrer Widerstand gegen die Herstellung des Gesamtgefühls empfunden, eine Art Angst sogar. Mit fester Aufmerksamkeit kann aber diese Angst überwunden werden, das Totalgefühl wird wieder hergestellt, und die Verlegenheit in den Bewegungen, die „Gehemmtheit”, ist beendet (s. Federn 1).
Die Psychoanalyse würde, glaube