You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Ein kleines Mädchen stand außerhalb der Stangen des Hirschzwingers. Vorsichtig streichelte sie den großen Wapiti-Hirsch und sprach ihm zärtlich dabei zu. Ich fragte sie, ob wir nicht versuchen sollten, ob er Mohrrüben fresse, aber sie glaubte es nicht. Sie kam jeden Tag, und es war ihre Lieblingsbeschäftigung, herauszufinden, was jedes Tier gerne aß und was sie nicht mochten, nämlich die, die man ungestraft füttern konnte, die, die Vielfraße waren und die Gefährlichen, die einen in den Finger beißen, wenn sie nach der dargebotenen Nahrung schnappen.
Sie schloß sich an mich an, und wir machten miteinander einen Rundgang durch den Garten, wobei sie mir die Hauptereignisse ihres Lebens anvertraute, während wir die Tiere fütterten. Sie hatte einen Bruder, der zwei Jahre älter als sie selbst war. Sie war immer in Eile und haßte es, wenn die Tiere lange Zeit dazu brauchten, zu überlegen, ob sie das Futter nehmen sollten oder nicht. Einmal diesen Sommer hatte ein Affe sie böse in den Fingernagel gebissen, und sie war auf der „Station für erste Hilfe” verbunden worden. Sie hatte eine Schlinge tragen müssen, und es hatte sie in der Schularbeit ziemlich zurückgebracht, denn es war gerade vor der Prüfung! Ob ich alle Wärter hier kannte und die Kosenamen, die sie für die Tiere ersonnen hatte? Ob ich ihren Großvater kannte, der Mitglied der Gesellschaft war, und einen Kapitän, der ein Freund von ihm war? War ich auch ein Mitglied? Wie oft kam ich, und wo lebte ich? Sie lebte früher in Irland, aber sie hatte ihren Vater verloren, als sie fünf Jahre alt war, und von da ab lebte sie in London. Es war traurig für ein kleines Mädchen, seinen Vater zu verlieren, nicht wahr? Aber sie dachte offenbar, es würde sie ihren Gefährten interessanter machen, als wenn sie, wie jedermann sonst, zwei Eltern hätte.
Sie liebte besonders die kleinen Tiere, die sie für einsam hielt, und die hübschen; die häßlichen, wie den Mandrill, fürchtete sie, und sie behauptete, sie sähen so wild aus. Sie hatte di