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Als Einleitung zu den folgenden Ausführungen über mein Thema dienen einige persönliche Bemerkungen! — Seit mehr als dreißig Jahren kreist mein Leben um die Lehrerbildung. Zuerst habe ich sie an mir vollziehen lassen, dann bereitete ich mich vor, sie selber auszuüben. Seit 1905 stehe ich in ihrem Dienste, zuerst als Direktor einer Lehrerbildungsanstalt und Lehrer für Psychologie und Pädagogik, dann als akademischer Lehrer am Institut J. J. Rousseau in Genf und von 1920—28 an der Universität Riga. Meine Bekanntschaft mit der Psychoanalyse fällt in die Mitte meiner passiven und aktiven Lehrerbildungstätigkeit, so daß ich diese ohne und mit Psychoanalyse erlebt habe. Es wäre verlockend, die beidseitigen Erfahrungen zum Ausgangspunkt meiner Stellungnahme zu der vorliegenden Frage zu nehmen. Ich will aber die zu erledigenden Probleme in den Mittelpunkt rücken. Diese betreffen die Berufsauslese und die Berufsausbildung: „Wie sind die zum Lehrerberuf tauglichen Personen auszuwählen, und wie sind sie auf ihren Beruf vorzubereiten?” Diese beiden Fragen sind hier vom Gesichtspunkte der Psychoanalyse aus zu betrachten, und es ist eine Antwort auf die Frage zu suchen: „Was bietet uns die Psychoanalyse zur Berufsauslese und zur Berufsausbildung des Lehrers?” —
Berufseignung und Berufseinstellung. Jede Berufsauslese hat die Anwärter auf Eignung und Einstellung zum Berufe zu prüfen. Sie hat einmal festzustellen, ob die zur Berufsausübung unerläßlichen Eigenschaften