You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Am 16. Februar 1929 wurde unter Anwesenheit von 80 geladenen Gästen das Frankfurter Psychoanalytische Institut der Südwestdeutschen Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft durch eine akademische Feier eröffnet. Als Gäste waren Angehörige des Lehrkörpers der Frankfurter Universität und anderer Universitäten, zahlreiche Ärzte und Pädagogen erschienen. Die Leser unserer Zeitschrift sehen aus der Eröffnungsrede von Dr. Radó und aus den Referaten der Dozenten, welche Ziele das Institut verfolgt und welche Bedeutung seine Arbeit für die allgemein verständliche Darstellung der Lehre Freuds hat. In seiner Begrüßungsansprache führte Dr. Heinrich Meng aus:
„Im Namen der „Südwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft” heiße ich Sie als Gäste willkommen. Wir gehen wohl in der Annahme nicht fehl, daß Sie durch Ihr Erscheinen ein besonderes Interesse für die Psychoanalyse an den Tag legen. Wir werden versuchen, dieses Interesse in Vertrauen umzuwandeln.
Sie werden nachher durch die Ausführungen über psychoanalytische Institute hören, welche Aufgaben diese Arbeitsstätte zu erfüllen hat. Vor etwa drei Jahren wurde der Plan ins Auge gefaßt, hier in Frankfurt ein psychoanalytisches Institut zu gründen. Seit jener Zeit ruhte die Erwägung über die Lösung dieser Aufgabe nie, bis im Spätherbst 1926 die äußeren Schwierigkeiten überwunden und die Möglichkeiten zur jetzigen Gründung gegeben waren. Einsicht und Leistung Einzelner ließen das Werk gelingen.
Wir danken an dieser Stelle der Gesellschaft für Sozialforschung für ihre Bereitschaft, uns hier aufzunehmen, ebenso den Förderern unserer Arbeit für ihre Mithilfe.
Sie ersehen aus der Programmschrift die Ziele des Frankfurter Instituts: „Das
Page 261Institut will im Rahmen der übrigen psychoanalytischen Institute die gesicherten Kenntnisse der Psychoanalyse im Geiste Freuds vermitteln. Den Ärzten, Psychologen, Soziologen, Pädagogen, Juristen soll die Möglichkeit geboten werden, das durch die psychoanalytische Tech