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Seit einer Reihe von Jahren war mir die Aufgabe gestellt, Schüler zu beurteilen, welchen es schwer fiel, dem gewöhnlichen Unterricht in der Schule zu folgen. Meistens handelte es sich um unbegabte Kinder, Imbezille oder Debile. Doch zeigte es sich, daß eine nicht geringe Anzahl dieser Fälle keineswegs zu dieser Kategorie zu rechnen war, trotzdem auch sie mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben zu kämpfen hatten. Eine nähere Prüfung ergab, daß die Ursache hierzu des öfteren in einer mehr oder minder ausgeprägten Form von angeborener Wortblindheit, oder in mit dieser verwandten Störungen zu suchen war1. In solchen Fällen handelt es sich um Eigentümlichkeiten, welche von Anfang an vorhanden sind und welche bestimmten Typen angehören. Außer diesen gibt es aber auch Fälle von ganz anderer Natur, bei welchen Hemmungen affektiver Art den normalen Verlauf beim Lesen und Schreiben stören. Derartige Eigentümlichkeiten habe ich nicht nur bei Kindern, sondern auch