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Dieses gut übersetzte und schön ausgestattete Buch ist kein modernes Werk, dennoch lohnt die Lektüre für jeden, der die Entwicklung der sexuellen Frage verfolgen
möchte. Das Buch war vor einer Generation unerhört neu und bahnbrechend. Ein Teil der Forderungen, die Carpenter ausspricht, sind mittlerweile erfüllt, besonders die, die auf die äußere Gleichstellung der Frau hinzielten. Es ist interessant, jetzt zu vergleichen, wie weit Inneres tatsächlich dadurch verändert wurde, und wieviel noch zu ändern ist. Es sind gerade in den letzten Jahren eine Unzahl von Büchern und Broschüren über die Geschlechterfrage erschienen. Nicht alle fußen bewußt auf Carpenter, dennoch ist dieses Buch unstreitig das Zeichen zum Beginn einer klareren und sauberen Aussprache über diese Fragen gewesen.
Wesentlich bereichert ist das Werk in dieser Ausgabe durch die Anmerkungen der Herausgeber Federn und Meng. Sie bringen innerhalb des Textes in klarer Form Hinweise auf die Arbeit, die in wissenschaftlicher und sozialer Hinsicht seit der Ersterscheinung des Buches auf allen berührten Gebieten geleistet worden ist. Aus diesem Grunde eignet sich das Buch besonders für eine Einführung in die Geschlechterfrage.
Weil dieses Buch alt und neu ist, weil es zum Teil überwunden und doch noch immer aktuell ist, steht es in der Sammlung „Bücher des Werdenden” zu Recht an erster Stelle.
Lizi Bonwitt-Hepner