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Alfred K., Sohn eines Ingenieurs, war, als ältestes Kind von drei Geschwistern, in der Großstadt geboren. Er besuchte bis zur Primareife ein dortiges Realgymnasium, auf dem man ihn als fleißigen und intelligenten Schüler schätzte. Besondere seelische Eigenheiten sind bei ihm in der Kindheit nicht aufgefallen, auch seine Eltern und Geschwister sind geistig normal. Nur von dem übermäßigen Ehrgeiz des Vaters weiß die Mutter zu berichten und von dem Einfluß, den er in dieser Hinsicht auf seine Kinder ausübte.
Nach dem Tode des kränkelnden, aber energischen Vaters ging die Erziehung in die Hände der körperlich und seelisch zarten Mutter über, die als Pastorstochter die sittenstrenge Überlieferung ihres Jugendmilieus etwas lebensfremd und ängstlich hütete. Als der Vater starb, war K. 16 Jahre alt. Ein Jahr später verließ er die Schule, da sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der an und für sich nicht wohlhabenden Familie durch den Verlust des Ernährers und die sozialen Umschichtungen der Kriegs- und Nachkriegszeit änderten. K. ging als Lehrling in ein Exportgeschäft, bereitete sich aber in Abendkursen freiwillig weiter auf sein Abiturientenexamen vor, das er um die Zeit, als auch seine Lehre zu Ende ging, mit Erfolg bestand. Bis dahin hatte er die Beziehung zu seinen früheren Schulkameraden aufrechterhalten. Über die darauf folgende Zeit berichtet er selbst in einer kleinen Lebensskizze:
„Es trat dann eine seltsame Umwandlung in der Anlage meines Wesens ein. Die Ursache einerseits war eine tiefe Entfremdung mit dem schönen, geselligen Kreis meiner Kameraden, dergestalt, daß ich mein damaliges Amt als erster Vorsitzender des deutschnationalen Jugendbundes niederlegte, andererseits der Umstand, daß der Umgang mit älteren Menschen der verschiedensten Gesellschaftsklassen seinen Einfluß immer stärker geltend machte.
Meine ganze, ziemlich selbständige Entwicklung hatte mich allmählich aus dem Rahmen des häuslichen Kreises hinausgedrängt, und ich war meinem komplizierten Ich vo