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Man wird gewiß nicht fehlgehen, wenn man versucht, einen Beitrag zum Problem des Selbstmords bei den Dichtern zu erhalten, die uns auf so vielen andern Gebieten der Psychopathologie wertvolle Winke oder Bestätigungen gegeben haben. „Dichter verfügen vor allem über die Feinfühligkeit für die Wahrnehmung verborgener Seelenregungen bei andern und den Mut, ihr eigenes Unbewußtes laut werden zu lassen” (Freud, Beiträge zur Psychologie des Liebeslebens, Ges. Schriften, Bd. V).
Im Mittelpunkt von André Gides großem psychologischen Roman „Die Falschmünzer” steht ein unter besonders merkwürdigen Umständen ausgeführter Selbstmord eines Jugendlichen. Bevor man aber untersucht, ob der Versuch der Analyse dieses Selbstmordes irgend einen Beitrag zum Problem des Selbstmordes liefern kann, wird man sich der Beantwortung einer andern Frage zuwenden müssen. Gides Roman „Die Falschmünzer” ist sowohl im Inhalt als auch in der Form der Darstellung deutlich von der Psychoanalyse beeinflußt. Man darf vielleicht die Vermutung wagen, daß sogar die Entstehung dieses Romans in engstem