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Als der sechzehnjährige Mittelschüler eines Tages aus dem knetbaren Radiergummi einen kleinen Schlitten und drei vorgespannte Pferdchen bildete, war der Zeichenlehrer von dieser Miniaturarbeit so begeistert, daß er den Knaben, der im Zeichnen wenig begabt ist, anwies, sich nur mehr auf Plastik zu beschränken, weil hier sein großes Talent eine Zukunft verspreche, was auch ein bedeutender, bald darauf gefragter Bildhauer bestätigte. Wenn ihm Wachs zur Verfügung steht, drängt es ihn lebhaft, daraus etwas Geformtes herzustellen; dieses weiche Material findet er am geeignetsten, um sofort einem plastischen Einfall Form zu geben, den er später auch in Ton festhalten kann. Mit besonderer Vorliebe sind es Tiere, die er gern in Bewegung darstellt. Diese interessierten ihn von früh auf, er studierte sie unbewußt in Hühnerhof und Stall, in letzter Zeit auch im Tiergarten. Was er aber formt, macht er nur aus dem Gedächtnis, auch Gruppen komponierend; die treffend wiedergegebenen Bewegungen — z. B. eilender Elefanten — errät er, wie er sagt, wie selbstverständlich aus dem Rhythmus eines so gebauten Tieres. Das erste, was er formte, war eine Schwalbe, auf einem Ast sitzend. Er meint, sehr früh schon die Formen der Dinge beachtet zu haben und vermutet, damit auch einem Ererbten von der Mutter zu gehorchen, die als Tänzerin aus innerem Bedürfnis für die Formen und Stellungen des Körpers besonderen Sinn hat (Exhibition).
Von ganz besonderem psychoanalytischem Interesse ist aber der frühe und charakteristische Beginn des Triebes, mit den Händen knetend oder formend sich zu betätigen.
Der Knabe war als kleines Kind überaus der analerotischen Triebrichtung verfallen, war schwer zur Stuhldisziplin zu erziehen, beschmutzte noch mit drei Jahren seine Höschen, und war nicht nur auf diesem Gebiet sehr eigenwillig Er näßte sogar tags noch lange und tyrannisierte seine Umgebung. Oft mußte ihm ein Darmeinlauf gemacht werden, und er verlangte selbst nachts darnach. Als er mit zwei Jahren in die G