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Professor Dr. Erich Stern, Gießen, behandelt in der Schriftensammlung „Gesundheit und Erziehung” Grundfragen der gesundheitlichen Erziehung und Fürsorge. Die Darstellungen sind gemeinverständlich gehalten und richten sich an Eltern und Erziehungspersonen. Wir werden uns bei der Beurteilung vorwiegend vom psychoanalytischen Gesichtspunkt aus leiten lassen. Im 1. Heft „Arzt und Erzieher” (118 S., 3.90 M.), dessen Autor Stern selbst ist, tritt zwar die stärkere Neigung zur Adler'schen Auffassung gelegentlich hervor, aber er bemüht sich mit Erfolg, die Freud'sche Triebpsychologie objektiv zu kennzeichnen. In der Besprechung über den Einfluß elterlicher Zärtlichkeiten und des Miterlebens des Geschlechtsaktes weist Stern die Gefahren für die seelische Entwicklung des Kindes hin und lehnt sich an die auf Ausführungen von Wittels in seinem Buch „Die Befreiung des Kindes” an. Sehr breiten Raum nimmt die körperliche Hygiene des Kindes, vor allem des Schulkindes, ein; was hier gesagt wird, ist von Wichtigkeit für jeden Erzieher. Bei der Besprechung der Schwererziehbarkeit wären die Leser sicher dankbar für einen Hinweis auf die grundlegenden Arbeiten von Aichhorn.
Das 2. Heft „Der Schularzt” (108 S., 3.50 M.) stammt von W. Fischer Defoy. Die Arbeit unterrichtet auf Grund langjähriger Erfahrung über die derzeit mögliche Hygiene in der Schule und über die Aufgaben des Schularztes. Der Autor