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Die Verfasserin legt die Erfahrungen ihrer praktischen Arbeit bei weiblichen Fürsorgezöglingen, die im Alter zwischen 13 und 17 Jahren standen, dar. Sie stützt sich dabei auf die Ergebnisse ihrer Beobachtung und Forschung von zwei Jahrzehnten. Das Buch enthält wertvolles klinisches Material, z. B. über die Beziehung zwischen Geschlechtskrankheiten, Rauschmittelvergiftung, erblicher Belastung, Erziehungsschäden und Verwahrlosung. Für Erzieher wichtig sind einzelne Feststellungen, z.B.: Auf Grund von 2000 Untersuchungen Jugendlicher ist die Neigung zu homosexueller Betätigung nur in ganz vereinzelten Fällen angeboren, sonst stets erworben. Der Inzest ist verhältnismäßig sehr häufig, eine Behauptung, die auch Többen immer wieder in seinen Arbeiten hervorhebt. Auch die Stelznerschen Beobachtungen sprechen dafür, daß die Behauptung von Freud, Syphilis der Vorfahren, ohne daß organische Folgekrankheiten auftraten, wirke disponierend für neurotische Erkrankungen. Hierfür bringt — allerdings ohne auf Freuds Behauptung zurückzugreifen — Frau Stelzner interessante Beiträge. Die Adler'sche Psychologie wird abgelehnt, weil ihre meisten Anhänger Amateure seien. Ein gewisses Interesse wird der Psychoanalyse entgegengebracht unter Hinweis auf die Arbeit von Hitschmann über Gottfried Keller. Allerdings nimmt Frau Stelzner an, daß die Freud'sche Schule die Sexualität gegenüber der Geistigkeit überwerte (Seite 153)! Die Versuche, die Sexualnot in der Richtung zu lindern, die Lindsey vorschlägt, werden