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Die Weltkonferenz für Erneuerung der Erziehung, die vom 8. bis zum 21. August in Helsingör (Dänemark) stattfand, bot mancherlei, was auch für unseren Leserkreis von Interesse ist. Etwa 2000 Menschen, die 43 Nationen vertraten, waren dort versammelt. Diese Zusammenkunft bedeutete ihnen das gemeinsame Streben nach einem Doppelziel: Völkerverständigung und bessere Erziehung, bessere Schulen für die Kinder. Daß die Gemeinsamkeit der Interessenrichtung und der Arbeit während der zwei anregungsreichen Wochen nicht nur besseres Verständnis für einander, sondern auch eine bessere Förderung der vorschwebenden Aufgaben mit sich bringen müsse, stand als Richtlinie im Vordergrund. Das mehrfach zitierte Wort „Mit der Jugend, durch die Jugend, für die Jugend” als Weg zu einer höheren Kultur, gibt am klarsten wieder, was man als Grundidee der Tagung festhalten kann. Deutlich wurde zum Ausdruck gebracht, daß die Tendenz des Weltbundes sei, über einen gesunden Nationalismus zum Internationalismus zu gelangen. Von den drei Führern des Bundes: Mrs. Beatrice Ensor (angelsächsisches Sprachgebiet), Dr. Elisabeth Rotten (deutsches Sprachgebiet) und Dr. Adolphe Ferrière (romanisches Sprachgebiet) ging eine suggestive Glaubenskraft aus.
Wenn auch im Mittelpunkt der Konferenz das Thema „Die neue Psychologie und der Lehrplan” stand, so muß man diesen gegebenen Stoff keinesfalls als einengend betrachten. Es wurden die verschiedensten psychologischen Fragen, moderne Unterrichtsmethoden (Montessori, Dalton-Plan, Decroly-Methode, Projektmethode) behandelt, die Philosophie der neuen Erziehung, die Beziehung von Schule und Elternhaus, Lehrerbildung als Vorbedingung einer neuen Erziehung, die Vorbereitung der Eltern, religiöse Erziehung, der künstlerisch-schöpferische Ausdruck des Kindes, die Führung des Kindergartens, Erziehung zur internationalen Gesinnung, das schwererziehbare