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Die Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspflege (Zentralstelle in Zürich, Prof. von Gonzenbach) sucht gegenwärtig die Bevölkerung durch einen Film „Wie sageichs meinem Kinde” über die Notwendigkeit sexueller Aufklärung der Jugend zu interessieren; sie veranstaltet mit Hilfe der Schulbehörden und anderer lokaler Organisationen Aufführungen und läßt ihnen jeweilen einen durch einen Arzt oder Pädagogen gehaltenen Vortrag vorangehn. Einer dieser Referenten erhielt am Tage vor der Aufführung, die in der Presse bereits publiziert und durch ausgeteilte Handzettel in der Dorfschaft bekannt war, folgenden anonymen Brief, in etwas zittriger Schrift verfaßt und auf der Dorfpost aufgegeben:
X., den 26. Dez. 1928
Der Herr Y. [Name des Referenten, eines Lehrers in der betreffenden Ortschaft] sollte seine Frau mit in das Schulzimmer nehmen und den Kindern natürlich zeigen, wie man die Kinder macht.
Das wäre die beste Aufklärung. Torheit je länger je schöner.
Jeder Aff’ weis wie man Kinder macht!
Der Referent nahm sich die Freiheit, den anonymen Brief anläßlich seines Referates der versammelten Zuhörerschaft bekannt zu geben, weil er vermutete, der Briefschreiber sitze unter ihnen, denn wenn dieser, sich offenbar mit den Schülern identifizierend und im Briefe seinen Voyeurgelüsten Ausdruck gebend, den Referenten so gerne beim Geschlechtsakt zugeschaut hätte, dann wollte er wohl auch wissen, was der Referent über das Thema zu sagen hatte.