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Das Buch setzt Fachkenntnisse in Psychologie voraus, einzelne Vorträge medizinische Vorbildung. Unter den Sammelreferaten wird die Leser unserer Zeitschrift vor allem die Arbeit von Sander über die experimentellen Ergebnisse der Gestaltspsychologie interessieren. Unter den Vorträgen sind besonders lesenswert die Beiträge von Narziß Ach „Über die Entstehung des Bewußtseins der Willensfreiheit”, von Fritz Giese „Erlebnisformen des Alterns”, von David Katz „Die Fragen des Kindes”, von Walther Poppelreuther „Abgrenzung eines Seelen Systems von den bloß nervösen Mechanismen” und Maria Zillig „Einstellung und Zeugenaussage”. Erismann wies bei seinen eigenen Kindern nach, daß sie schon im Alter von vier Jahren logische Schlüsse ziehen und regt an, systematische Versuche in den Vorschulklassen über logisches Denken zu machen. David Katz und Frau, die unterdessen ihre Gespräche mit Kindern in einem Buch veröffentlicht haben, heben hervor, „daß die Gespräche, die sie schon ganz früh mit ihren beiden Kindern als Art Beichtgespräche führten, eine hohe erzieherische Bedeutung für die Charakterentwicklung gehabt hätten.” Für die Psychologie der Aussage aufschlußreich sind die Ergebnisse von Zillig: „Die in den Versuchen weithin feststellbaren Aussage- und Urteilsfälschungen sind unbewußt und durch unwillkürliche Parteieinstellung verursacht. Diese mithin experimentell nachgewiesene Tatsache unbewußter Aussagefälschung auf Grund unwillkürlicher Parteieinstellung hat einen weiten Geltungsbereich. Besonders wichtig ist sie für das Zeugnis im Straf- und vor allem auch im Zivilprozeßrecht, für die historische Quellenforschung und für alle Kritik.”
Meng