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Die Arbeit von Jezower — Döblin gewidmet — ist sehr verdienstlich. Er stellt 777 Träume verschiedener Zeiten und verschiedenster Menschen zusammen. Er gibt so die Möglichkeit, bisher wenig beachtetes und zerstreutes Traummaterial kennen zu lernen: Träume von Dichtern, Philosophen, Religiösen, Kindern, Königen, Blinden, Kriegern, Asketen, von Menschen des jüdischen, griechisch-römischen Kulturkreises, Europäern des Mittelalters und der modernen Zeit. Der Autor fügt wenig erläuternden Text zum Traummaterial. In seinem theoretischen Kapitel bespricht er auch die Freud’sche Traumauffassung (bringt von Freud selbst auch einen Traum). Wie Stekel glaubt Jezower den Beweis erbracht zu haben für okkulte Fähigkeiten im Traum. Besonders beachtet er die „vorahnenden” Träume. Es wird Aufgabe der künftigen psychoanalytischen Traumforschung sein, Traumbildungen, welche prophetischen Charakter zu haben scheinen, weiter kritisch nachzuprüfen. Der Autor hat seine Absicht erreicht. Er meint nämlich, die Aufgabe des Buches sei dann erfüllt, wenn der Leser zu der Wirklichkeit der mitgeteilten Träume sich so verhalte wie der künstlerisch erregbare Mensch, von dem Nietzsche sagt, daß er sich aus den Bildern des Traumes das Leben deutet und sich an den Vorgängen des Traumes für das Leben übt.
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