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Das Kind, von dem ich hier berichten möchte, besucht seit zweieinhalb Jahren den öffentlichen Kindergarten in einem der ärmsten Viertel Wiens. Die meisten Kinder wurden dem Kindergarten wegen schwieriger häuslicher Verhältnisse von der Jugendfürsorge zugeführt und müssen schon vor dem eigentlichen Kindergartenalter, dem dritten Jahre, aufgenommen werden. Die Kinder entstammen fast alle dem größten sozialen Elend, dessen wichtigste Kennzeichen Arbeitslosigkeit, furchtbare Wohnverhältnisse und Trunksucht sind; beim Eintritt der Kinder ist entweder ihre Angst oder ihre aggressive Brutalität zu überwinden, auf eine Zusammenarbeit mit den Eltern ist nur sehr selten zu rechnen. Für diese Fürsorgekinder ist der Kindergarten die Zufluchtsstätte; sie bereiten aber große Erziehungsschwierigkeiten, die große Zahl von z. B. 30 Kindern in einer Gruppe beeinträchtigt die Möglichkeit der Beobachtung und Beeinflussung der einzelnen.
Der kleine Karli kam im Alter von zweieinhalb Jahren zu uns und ist jetzt fünf Jahre alt. Er war ein zarter, ruhiger, aber sehr selbständiger Bub. Schon am ersten Tag hat er auffallend schön gebaut, dazu aber allen anderen Kindern die Bausteine fortgenommen. Er zeigte sich bald den Kindern gegenüber sehr brutal, mir gegenüber unzugänglich, trotzig und provozierend. Fremde Eltern beklagen sich nicht lange nach seinem Eintritt, daß ihre Kinder vom Karli die häßlichsten Schimpfworte lernen und daß er den Mädeln unter die Röcke greift. Ihm sind tatsächlich viele Schimpfworte und Zoten geläufig, z. B. „Hur, Hurenbankert, Hundsgfraß” u. dgl. Ich beobachte ihn einige Male beim mutuellen Onanieren, besonders mit den Mädchen. Er zieht sich dann gerne mit diesen zurück und mit großem Vergnügen werden die Genitalien gegenseitig betastet und gezeigt.
Als er dreieinhalb Jahre alt ist, kommt ein neues, ganz kleines, schönes Mäderl in die Gruppe. Die Kinder verwöhnen sie alle, Karli aber ist ihr anerkannter Liebhaber, begrüßt sie täglich mit den nettesten Kosenamen, läß