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Im letzten Heft der „Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse” (herausgegeben von Sigm. Freud, XVI. Jahrg. 1930) veröffentlicht Dr. Edith Jacobssohn (Berlin) einen „Beitrag zur asozialen Charakterbildung”, auf den die Leser der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik” besonders verwiesen werden müssen. Die Verfasserin berichtet darin über zwei psychoanalytische Behandlungen, in denen sie übereinstimmende Vorgänge in der Entwicklung zum Sadomasochismus beobachten konnte; bei beiden war es ein unablässiges vergebliches Ringen mit einer übermächtigen Kastrationsangst, die nicht nur zur Neurose führte, sondern auch zu tiefgehender pathologischer Charakterveränderung. Den einen der beiden Krankheitsberichte, der für Kinderpsychologie und Pädagogik besonders beachtenswert ist, wollen wir hier gekürzt wiedergeben.