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Ritter Knut, Edler von B., hat zwei klösterliche Lehrerinnen-Bildungsanstalten besucht. In der ersten verblieb sie, es handelt sich nämlich um ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, nur ein Jahr. Ritter Knut konnte dort nicht „warm” werden, denn es herrschten „im ganzen Hause recht ungesunde Verhältnisse”, alles war so „furchtbar sentimental”, die 14jährigen Schulkolleginnen schwärmten, verbrachten ganze Nächte zu Paaren in den Betten, küßten, „litten und weinten viel” — nur Knut stand allein und verlassen da. So kam es, daß Knut nach der Vorbereitungsklasse in eine andere Anstalt übersiedelte. Recht einfach und selbstverständlich klingt dies, aber zwischen der Vorbereitungsklasse und der Übersiedlung in eine andere Anstalt liegt eine schwere Zeit. Knut lehnte sich auf, hatte mit den Eltern, die von dieser Anstalt alles erwarteten und die Kosten einer Übersiedlung scheuten, schwere Kämpfe zu bestehen. Aber Knut wäre dort „verkommen und trotz einer glänzenden Begabung glatt durchgefallen”, fühlte die unbedingte Notwendigkeit, aus diesem „Käfig” herauszukommen, hielt wacker aus, siegte und behielt recht, denn er traf im neuen Heim grundverschiedene Verhältnisse und einen „frischen, heitereren Zug” an. Die Disziplin war freilich noch strenger, man stellte an die Kandidatinnen auch im unterrichtlichen Sinne weit höhere Anforderungen, dafür aber brachten die Mußestunden reichlich Entschädigung, denn der Jahrgang hatte ein vorzügliches Unterhaltungsmittel ersonnen. Ja, dieser Jahrgang! Er bildete vier Jahre hindurch nach außen hin eine untrennbare Einheit, jedes Mädchen war bestrebt, auch die „Schlechten” ins „beste Licht” zu rücken und für die anderen durchs Feuer zu gehen. Tratschereien, Anzeigen und hinterlistiges Ränkespiel gab es überhaupt nicht, man lebte sich eben in den Mußestunden aus und spielte Theater. Alles, was nur irgendwie dramatisierbar erschien, mußte herhalten und wurde mit verteilten Rollen aufgeführt. Im „Stegreifdichten” fanden die geschmeidigen Mä