You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Schneider zeigt zunächst die historische Entwicklung der Psychoanalyse in der medizinischen Forschung, um dann ihre Bedeutung für die Pädagogik an Hand von Beispielen nachzuweisen. Er stellt dem Leser 11 Heranwachsende vor, die eine für jeden Erzieher schwierige pädagogische Situation bewirkten. Es wird auf Grund der Erfahrungen der Analyse Ursache, Verlauf und Therapie jedes Einzelnen mitgeteilt und dabei auseinandergesetzt, was die Freud'schen Mechanismen für den Gesunden und gestörten Menschen bedeuten. Die Arbeit Aichhorns an Verwahrlosten wird vom Autor zur Begründung seiner Anschauungen herangezogen. Schneider entwirft ferner ein Bild des seelischen Organismus, fußend auf der Metapsychologie Freuds, beeinflußt durch Anschauungen von Bergson und Driesch. Als Aufgabe der Erziehung wird hervorgehoben, daß der Erzieher dafür besorgt sein müsse, daß die Entwicklung an der Erfüllung ihrer Aufgabe nicht gehemmt und die Ablösung von einer Stufe und die Hinwendung zur anderen so gefördert wird, daß die zu Verdrängungen führenden Konfliktssituationen tunlichst vermieden oder, wenn sie vorhanden sind, rechtzeitig aufgelöst werden.
In einem Schlußkapitel zeigt Schneider den Geltungsbereich der Psychoanalyse für die gesamte Pädagogik und hebt dabei hervor, daß im Mittelpunkt jeder praktischen