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Die folgenden Ausführungen stützen sich auf ein Material, das drei Beobachtungsquellen entstammt. Zunächst sind es Kinder verschiedenen Alters, die wegen Schulschwierigkeiten zu mir in die Sprechstunde kamen, überwiesen zumeist von Pädagogen, seltener von Kinderärzten. Die zwreite Gruppe wird gebildet von Kindern, die ich (gemeinsam mit Fräulein Dr. Z. Rosen bl um) in der pädagogischen Beratungsstelle (und Ambulatorium)
der „Gesellschaft der Kinderfreunde” beobachten und beraten konnte. Die dritte Quelle endlich, die durch ihre Neuartigkeit die Publikation schon allein rechtfertigen würde, verdanke ich meiner Tätigkeit als Psychoanalytiker und Schularzt in einem hiesigen Koedukationsgymnasium, wo ich, auf besondere Einladung, in den Jahren 1923/24 psychoanalytische Sprechstunden abgehalten habe.
Ich werde trachten, eher allgemeine Gesichtspunkte und eine Synthese der gewonnenen Ergebnisse darzustellen, und werde nur einzelne, besonders demonstrative und charakteristische Fälle kurz erwähnen. Auf Wiedergabe ausführlicher Krankengeschichten muß ich hier verzichten.
Der Titel meiner Ausführungen nennt ihren Ausgangspunkt. Es handelt sich um Schwierigkeiten, die bei Kindern im Schulalter in der Schule selbst oder in einem unmittelbaren Zusammenhang mit ihr auftreten. Mit welchen psychotherapeutisch beeinflußbaren Schwierigkeiten haben wir es da vornehmlich zu tun?
Sie betreffen das Lernen und das Verhalten der Kinder. Dies letztere interessiert uns sowohl an sich wie in der Beziehung zu anderen Kindern und Erwachsenen. Alle diese Gebiete sind selbstverständlich aufs engste miteinander verknüpft, dank der gemeinsamen psychologischen Grundlage für die hier anzutreffenden Störungen.
Störungen des Lernens bilden einen ungemein häufigen Anlaß zur spezialärztlichen Beratung. Je mehr psychologisches, insbesondere psychoanalytisches Wissen in die pädagogische Welt durchdringt, umsomehr erkennt man die psychologische Kompliziertheit der Lernschwierigkeiten und die Notwendigkeit ih