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In einer früheren Arbeit1 habe ich darzulegen versucht, daß sich der Tagträumer meist überaus lustvollen Phantasien nicht ohne Rücksicht auf die Wirklichkeit hingeben kann, sondern daß er dabei bis zu einem gewissen Grade von der Realität abhängig ist. Als Hemmung für das Auftreten derartiger Phantasien schien mir vor allem ein Umstand in Betracht zu kommen: Erniedrigt sich das geliebte Wesen in den Augen des Träumers, dann ist er nicht mehr imstande, sich jenen Phantasien, die alle um das geliebte Wesen kreisen, schrankenlos hinzugeben. Da man aber nur außerordentlich schwer auf den gewohnten Lustgewinn verzichtet, ergeben sieb aus diesem Kampf Sonderbarkeiten im Verhalten, die sowohl für ihn wie auch für die Umgebung verhängnisvoll werden können. Die Gefahr besteht immer darin, daß der Träumer sein Verhalten zu seiner Umgebung zu wenig nach dem objektiven Tatbestand richtet, und zu sehr nach dem Wunsch, die Legende zu retten, an der sein Herz