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Vor einiger Zeit wurde ich von einem Hofbesitzer wiegen seiner elfjährigen Tochter Martha um Rat gefragt. Es handelte sich um „Bösartigkeit” und „Jähzorn.” Das Kind war schon seit langer Zeit etwas reizbar, dies hatte sich seit etwa einem Jahr so verschlimmert, daß die Eltern schließlich vollständig ratlos wurden. Bei der geringsten Gelegenheit geriet Martha in wahre Wut, schrie und schlug um sich. Ihr Zorn schien gegen keinen bestimmten Menschen gerichtet zu sein. Oft warf sie Sachen aus dem Fenster und manchmal versuchte sie sogar, sich dann selbst hinauszuwerfen. Diese Wutausbrüche kamen nie in der Schule vor, sondern nur zu Hause. Schläge und Ermahnungen waren fruchtlos. Ein Arzt, der um Rat gefragt wurde, erklärte das Mädchen für nervös und überanstrengt und verschrieb eine stärkende, nervenberuhigende Medizin. Außerdem riet er, den Schulbesuch für einige Zeit abzubrechen. Aber, obgleich Martha nun schon zwei Monate von der Schule befreit war, wurde ihr Zustand nur