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Von Prügelstrafen und ähnlichen Liebesheweisen soll hier die Rede sein, und die Überschrift, die kurz und bündig ein richtiges Urteil über die auch heute noch bei vielen Eltern beliebte Erziehungsmethode fällt, verdanke ich meinem 4½ jährigen Neffen, Burli, der in diesem Alter einen wahren Höllentanz aufführte, wenn Mama allein ausgehen wollte, brachte einmal seinen Papa derart in Harnisch, daß er den kleinen Missetäter ergriff, übers Knie legte und anfing, mit dem „Spanischen” den Herrn im Hause zu beweisen. Aber Papa kam nicht weit, nach den ersten Streichen riß sich Burli los, sank in die Knie, ballte drohend die Fäuste und schleuderte seinem Vater mit tränen- und wuterstickter Stimme „Du Menschenquäler!” entgegen. Schrecklich war der Gesichtsausdruck, der seinen Worten den nötigen Nachdruck verlieh und Papa sofort zur Besinnung brachte. — Ein 4½ jähriger Knirps hat den Arm wider seinen Vater erhoben, dies muß die autoritätsbewußte Seele vieler Väter aüfpeitschen, ich höre ihre Meinung: „Das muß ein rechtes Früchterl sein, mir sollte er so etwas machen, ich möchte ihm schon den Zorn austreiben!” Und wenn Hiebe nichts nützen sollten, nicht wahr, allerweiseste Erzieher, so gibt es noch andere famose Mittelchen: „Warf nur, der liebe Gott wird dir das garstige Handerl abfaulen lassen, er wird dich krank machen, das Christkind wird dir nichts bringen u. dgl. Mehr”. Wir Manschen sind stets bereit, wo unsere Kräfte versagen, den Beistand eines übersinnlichen Wesens anzurufen; auch ein strafender, grausamer Gott kann ja unser Bundesgenosse sein. Warum sollte es schließlich durch drakonische Strenge nicht möglich sein, aus offenen Kindercharakteren überaus brave Heuchler und Sklavennaturen zu „erziehen”? Die äußeren Zeichen der inneren Affektaufwallung können durch Hiebe unterdrückt werden — übrigens kein Meisterstück — aber die Gedanken sind frei, und mißhandelte Kinder, die alles hinunterschlucken müssen, streuen ihren Bezwingern in Gedanken und Gefühlen keinen Weihrau