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Ein 3½jähriger Junge, nennen wir ihn Fritz, lebte mit seiner Mutter in gutem Einvernehmen; er lehnte sich nie gegeir sie aiif und war leicht zu leiten. Beim Umzug in eine andere Wohnung geriet er unter den Einfluß des neuen 5jährigen Nachbarsbuben, der ihn stets aufsässig zu machen wußte und ihn zu allen möglichen Handlungen veranlaßte, die er selbst auszuführen zu feige war.
So traf eines Tages die Mutter Fritz im Garten dabei an, wie er mit einem großen Spaten Sand über den 2jährigen Bruder Klans schüttete, der darob bitterlich weinte. Der Freund stand daneben, er hatte dies, wie es sich später herausstellte, ausgedacht und Fritz dazu veranlaßt. Als die Mutter hinzutrat, lachten die beiden großen Buben hell auf. Sie merkte sofort, daß Fritz im Banne des Freundes war und dieser Moment in keiner Weise geeignet, auf das Geschehene einzugeben. Schweigend nahm sie Klaus mit in die Wohnung, um ihn zu säubern. Fritz lachte laut und aggressiv hinter ihnen her.
Eine halbe Stunde später kam Besuch. Eine Dame mit ihrem 2½jährigen Töchterchen. Fritz wurde in das Zimmer gerufen. Er kam, aber sein Schritt, sein Blick deuteten starke Opposition an. Die Mutter gab ihm den Auftrag, die Cakesbüchse zu holen und jedem Kind davon anzubieten. Er tat es, sagte aber: „Jeder bekommt einen und ich esse alle anderen.” (Dieses Verhalten stand nicht in Einklang mit seinem sonstigen, sondern erwuchs lediglich aus dem aufwiegelnden Einfluß des neuen Freundes.)
Die Mutter machte ihn darauf aufmerksam, daß es nicht recht sei, bat ihn, es nicht zu tun, ließ es aber im übrigen geschehen, daß er sein Vorhaben ausführte. Die beiden anderen Kinder bekamen von ihm ein Cake, er aß die restlichen nenn. Es fiel kein einziges Wort darüber. Nur hörte die Mutter auf, vergnügt zu sein, wie es die Kinder sonst im Zusammensein von ihr gewöhnt waren. Zwei Stunden später legt sie die Kinder zu Bett. Sie ist wortkarg, ernst. Fritz wandelt sich fühlbar: die herausfordernde, kämpferische Haltung bröckelt mehr und mehr