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Die hier bearbeiteten Schriften einer Schulgruppe von Halbwüchsigen entstammen dem Besitz von Mrs. Dorothy Burlingham (New York), die vor Jahren eine kleine Schule gegründet hat. Dort war es üblich, daß sie einige Male im Jahr die Kinder bat, ihr eine Frage in freier Form zu beantworten. Die Themen waren etwa so gehalten: „Was wolltest du sein, wenn es dir freistünde zu wählen?” „Wie wirst du einmal deine Kinder erziehen?” oder: „Was würdest du tun, wenn du plötzlich allein auf der Welt wärst (also etwa keine Eltern mehr hättest) und müßtest dir nun alleine weiter helfen?” Genau brauchte die Frage nicht genommen zu werden; die Schulmutter bestätigte das jedesmal in besonderer Weise: auch eine Erzählung war willkommen. Dermaßen ermutigt, überschritten nun die Kinder die Grenzen des Aufsatzes und folgten der Anziehungskraft innerer Bedrängnisse und Wünsche.
Besonders die Antworten auf die dritte Frage legten es uns dann nahe, den inneren Zusammenhang der zeitlich auseinander liegenden Arbeiten psychoanalytisch zu ordnen. Hier erlaubten sich die Kinder eine frappante Abschweifung: sie schilderten zumeist den phantasierten Tod der Eltern so ausführlich, daß sie darüber hinaus gar nicht mehr zur praktischen Seite der Frage kamen. Zwölf Kinder beschrieben den Tod von fünfzehn Eltern, wobei nur sechs friedlich starben; drei wurden ermordet, vier verunglückten und zwei endeten im Gefängnis. Die Kinder hatten (mit Nietzsche zu sprechen) lieber erzählt wovon, als wozu sie frei sein wollten.
Eine Frage taucht mit Sicherheit auf: Sind diese Kinder durch die Psychoanalyse beeinflußt? Nun: einige sind analysiert, andere ahnen kaum, was das heißt. In der Behandlung der unbewußten Symbolik aber wird