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Drei Knaben und zwei Mädelchen im Alter von vier bis sechs Jahren spielen zusammen auf einem Feldweg, der von einer lebendigen Hecke eingesäumt ist. Ihre Mütter, zwei junge Frauen, sitzen in der Nähe im Schatten, plaudern, stricken und beobachten nebenbei ihren Nachwuchs.
Die Kinder entdecken eine Hagebuche, die sich kurz über der Erde in zwei Stämme gabelt. Wo die Stämme auseinander streben, ist ein schlitzartiges, schwarzes Loch, wurzclwärts in die Tiefe gerichtet, von grüner Rinde beidseitig wulstartig fast ganz überwuchert. Die Öffnung ist immerhin noch so weit, daß eine Kinderhand durch sie passieren könnte.
Eines der Mädelchen fragt, wer da hineingreifen dürfe.
Das wäre gefährlich, äußert sich einer seiner Kameraden, es könnte sich ein Tier in der Höhlung befinden.
„Eine Maus, die beißt dich in die Finger!” kreischt das ältere der Mädchen und flüchtet ein paar Schritte weg.
„Oder Ohrwürmer, mich hat einmal einer gekniffen, daß ich blutete!” mutmaßt der mittlere der Jungen.
Der älteste hebt bedächtig den Finger und erklärt dann, er vermute eine Schlange in der Höhlung, sie habe dort ihr Nest, und vielleicht habe sie sogar Junge bei sich.
Der jüngste, während die andern noch in respektvoller Entfernung einen Augenblick sinnend herumstehn, hat sein Gliedchen ausgepackt und beginnt in das Loch zu pissen. Seine Kameraden lachen und schicken sich an, wie er zu tun, während eines der Mädelchen warnt: „Geht nicht zu nah!”
„Das macht nichts!” erhält es zur Antwort, „Die Schlangen müssen ertrinken!”
Die Mütter, aufmerksam geworden, lachen laut. „Es ist doch komisch”, meint die eine kopfschüttelnd, „so klein die Jungens sind, sie können an keinem Schlitz vorbei, ohne hineinzupissen!”