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Der Fetischismus erscheint als Sexualabirrung manchmal nur wie eine Übertreibung des Verhaltens eines Verliebten, der die Überschätzung seines Sexualobjekts auf alles mit diesem Verbundene überträgt. So sagt Faust: „Schaff mir ein Halstuch von ihrer Brust, ein Strumpfband meiner Liebeslust.” Es gibt nun Kinderspiele mit Gegenständen, die gleichfalls zu dem Körper einer geliebten Person in Beziehung stehen wie der Fetisch. Bei der Beobachtung derartiger Spiele gewinnt man den Eindruck, daß sie weniger dem Interesse für das unbelebte Objekt als der Beziehung zu einer geliebten Person entspringen. Es entsteht nun die Frage, wieweit in solchen Kinderspielen auch fetischistische Neigungen erkennbar sind. In demnachstehenden Fall eines zwei einvierteljährigen Knaben treten — wie ich glaube — Erscheinungen dieser Art deutlich zutage.
Der kleine Hans spielt hauptsächlich mit Schuhen; zieht seine eigenen Stiefel immer an und aus und ist nur nach langem Zureden dazu zu bringen, die Schuhe anzubehalten, wenn er spazieren gehen soll. Der Mutter fiel zunächst