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Folgende Spiele waren bei neun- bis dreizehnjährigen Halterbuben, die unweit von Wiener-Neustadt auf Wiesen und Feldrainen Kühe hüteten, beliebt:
Pitschigogerln auf Ehrenwort erfordert unbedingte Aufrichtigkeit, die vor Beginn des Spieles ehrenwörtlich zugestanden wird. Es wird zu zweit gespielt und der Spielverlauf ist recht einfach: Ein Knabe steckt die rechte Hand in die Hosentasche und nimmt ein oder beide Eier (Hoden) in die Hand, dann fragt er: „Wieviel?” Sein Partner muß raten. Hat er Glück gehabt und richtig geraten, so kommt die Reihe an ihn. Scharfes Beobachten der versteckten Hand kann aus ihrer Bewegung das Erraten wesentlich erleichtern.
Ein Bub setzt dürre Zweige oder ein Häuflein Laub in Brand und schreit dann durch die Hand: „Feurio!” Lautes „Trara”, die Feuerwehr kommt, Buben, die hinter Gebüschen versteckt lagen, stürzen herbei und löschen auf das Kommando des Anführers den Brand mit eigenem Wasser.
Mehrere Knaben stehen gegeneinander und halten mit den Zähnen einen Hut, die Wölbung desselben nach abwärts, indem sie durch die Zahne „ssssssss” brummen und mit einer Hand in dem Hut herumrühren. Mittlerweile pischt einer von den brummenden Wissenden den Spielneuling an.
Ein Halterbub erzählt seinem Opfer, daß in einer Mulde der Wiese oder in der unweit liegenden Sandgrube ein Schatz verborgen liege. Er habe unlängst bemerkt, wie sich jemand verstohlen dorthin schlich, etwas verborgen bei sich tragend, und nach kurzer Zeit wieder verschwand. Er möge heute mit ihm