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(Erschienen unter dem Titel „Concerning Child-Analysis” in Survey Graphic, September 1932)
Während des letzten Jahrzehnts wird innerhalb und außerhalb der psychoanalytischen Vereinigungen immer wieder das Problem der Laienanalyse aufgeworfen. Man will zur Entscheidung kommen, wem die psychoanalytischen Institute die Möglichkeit geben sollen, sich eine gründliche theoretische und praktische Ausbildung zu holen, d. h. wer die Berechtigung erwerben kann, die psychoanalytische Therapie zur Behandlung von Neurosen in legitimer Weise auszuüben. Die Einstellung der einzelnen Analytiker zu dieser Frage, die Ansicht der breiteren Öffentlichkeit und schließlich die Gesetzgebung der verschiedenen Länder schwankt immer noch zwischen zwei einander entgegengesetzten Anschauungen. Die eine extreme Auffassung vertritt die Meinung: die psychoanalytische Therapie ist — wie alle Therapie — eine Tein ärztliche Angelegenheit; die Neurose ist eine Erkrankung der menschlichen Seele, die an Schwere und Bedeutsamkeit der körperlichen Erkrankung gleichzusetzen und außerdem auf vielen geheimen Wegen mit ihr verbunden ist; der Laienanalytiker ist einer Diagnosestellung und einer richtigen Einschätzung während der Behandlung interkurrierender körperlicher Krankheiten niemals gewachsen, und seine Neurosentherapie, die nicht auf eine gründliche Kenntnis der gesamten Heilkunde gestützt ist, bedeutet allzu oft eine Gefährdung des Patienten. Im Gegensatz dazu sträubt sich die extreme Auffassung der anderen Seite energisch gegen die Gleichsetzung der Neurose mit den körperlichen Erkrankungen. Sie sieht in der Neurose vor allem eine soziale Erscheinung, ein Sträuben des Individuums gegen die Forderungen der Gesellschaft, die mit den Ansprüchen seines eigenen Trieblebens in Konflikt geraten. Sie sieht nicht ein, inwieweit die Schulung des Analytikers in Anatomie, Physiologie und Pathologie ihm helfen soll, den Patienten zu veranlassen, sich mit diesen Anforderungen und dem neurotischen Konflikt, der aus