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Im Sonderheft „Strafen” der „Zeitschrift für psychoanalytische Pädagogik” sind einige Autoren teils durch praktische Erfahrung, teils durch theoretische Konklusion zu Resultaten gekommen, welche mit meinen Ergebnissen1 so gut übereinstimmen, daß ich daraus die Berechtigung erschließe, die von mir dargelegte Theorie der Erziehungsmittel auch diesem Leserkreise vorzulegen. Es kommt mir dabei darauf an, nicht die Fülle an Komplikationen beim einzelnen Erziehungsakt und -mittel darzustellen, sondern den ideellen Reinvorgang seiner Wirkung klar zu machen. So wendet sich dieser Aufsatz an das theoretische Empfinden, in der berechtigten Voraussetzung allerdings, daß theoretische Klarheit über Vorgänge das praktische Handeln fördert und sicherer werden läßt.
Ich dachte mir die von mir dargestellte Theorie der Erziehungsmittel als für jenen Bereich der Erziehertätigkeit giltig, der sich mit der Trieberziehung des Kindes beschäftigt. Dieser Teil der Erziehertätigkeit versucht, das Verlangen mancher Triebe nach direkter Befriedigung zu beeinflussen, wobei er Aufschub, Veränderung der Form der Befriedigung oder schließlich Verzicht auf jegliche solche als Ziel der Beeinflussung setzt. Im Säugling und noch im frühaltrigen Kleinkind finden sich eine Reihe von ungeordneten, ungehemmten Trieben. Sie sind durch organische Reize entstanden, wie es ja zum Wesen des Triebes gehört, äußern sich als psychische Spannungszustände und veranlassen das Individuum die Aufhebung des Spannungszustandes durch Beseitigung der Reizzufuhr an der Triebquelle anzustreben. Diese Beseitigung wird als lustvolle Befriedigung erlebt. Die Impulsivität der Triebe ist dabei eine sehr große, das Kind ist ihnen ausgeliefert, der schwache, unentwickelte Seelenapparat des Kindes steht ihnen mehr minder hilflos gegenüber und vermag nur unter besonderen Bedingungen den Ablauf des Triebstrebens zur direkten Befriedigung zu verhindern, wie es die Realität oft verlangt und der Erzieher es wünscht. Aichhorn hebt in sein