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Aus der leider nur kurzen Analyse eines siebenjährigen Mädchens möchte ich einige, für Technik und Schwierigkeiten der Kinderanalyse kennzeichnende, Einzelheiten berichten.
Wenige Wochen vor Beginn der Analyse war das kleine Mädchen an einer hysterischen Lähmung der Beine erkrankt, die nach dreitägiger Dauer geschwunden war. Diese Erkrankung, deren Wiederkehr sie fürchteten, war für die Eltern das Motiv, das Kind psychoanalytischer Behandlung zu übergeben. Die Anamnese ergab, daß die kleine Patientin Erna auch an Eß-Schwierigkeiten litt, am Abend ungewöhnlich lange nicht einschlafen konnte, und der Lehrerin, nun, im zweiten Schuljahr, durch Zerstreutheit und Verschlossenheit auffiel, während ihr Verhalten im Jahre vorher zu keinerlei Klagen Anlaß gegeben hatte.
Zur Zeit, als Erna in meine Behandlung kam, war ihr kleiner Bruder ungefähr dreiviertel Jahre alt. Kurz vor der Geburt des Bruders war die Großmutter, die mit der Familie zusammengelebt hatte, gestorben. Die alte Frau, die viele Jahre hindurch gelähmt war, konnte zuletzt nur mit Mühe sprechen. Erna war die einzige, die die Großmutter verstand und deren Wünsche den anderen zu vermitteln vermochte. Dafür ist denn auch die Großmutter immer für die Enkelin eingetreten und hat sie gelegentlich vor Strafen des Vaters geschützt. Unmittelbar vor dem bevorstehenden Tode der Großmutter hat man Erna aus dem Hause gebracht. Das hat sie, die doch der Großmutter am nächsten gestanden war, als schwere Kränkung empfunden und so hat sie vielleicht den Tod der Großmutter den Eltern zur Last gelegt; wenn die Mutter später von der Großmutter sprach, soll das Kind ihr das immer mit den Worten: „Du sollst nicht von der Großmutter sprechen” verwehrt haben.
So hatte die kleine Patientin innerhalb weniger Wochen zwei schwere Traumen erlebt; den Tod der Großmutter und kurz darauf die Geburt des Bruders.
Zu Hause soll Erna meist heiter gewesen sein und auch in der Stunde war sie freundlich und lustig, zum Spielen stets gerne bereit, aber n