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E. Köhler bringt in ihrem Buch eine Fülle von Anregungen für den Lehrer und Psychologen. Man spürt in jeder Zeile, in der sie vom Leben und Treiben ihrer Schülerinnen schreibt, die zielbewußte, erfolgreiche Pädagogin. Sie gibt ihren Schülerinnen größtmögliche Freiheit, repräsentiert dabei in ihrer eigenen Person die objektiven Forderungen der Materie und des Lehrplans, den sie nolens volens mitschleppen muß; dennoch läßt sie die Kinder an diese Forderungen nicht vergessen. Das Material, das sie über das „Schaffen”, aber innerhalb der „pädagogischen Situation” bringt, ist für den Psychologen von großer Bedeutung. — Anderseits bietet die theoretische Auswertung nicht so viel, wie man erwarten sollte. Die Aktivität wird sehr klar in verschiedenen Gruppen eingeteilt: Spielen, Lernen, Üben, Arbeiten, Schaffen. Wir erfahren auch genau — vielleicht sogar zu genau, da wir ja alle wissen, wie individuell verschieden diese Angaben sein müssen — wann die einzelnen Etappen eintreten: warum der Übergang vollzogen wird; welche Triebkräfte da im Spiel sind, erfahren wir nicht. Erst bei der Frage des Schaffens wird als Erklärung Fischers Begriff der „Askese” eingeführt. Askese nennt Fischer das Erlebnis des eigenen inneren Wachstums an der Arbeit. Sie unterscheidet die Arbeit vom Spiel, das als reine Funktionslust bezeichnet wird. In der umgewandelten Formulierung Ch. Bühlers akzeptiert auch Köhler: „im Werkschaffen des Kindes offenbart sich das erstmalige Einsetzen asketischen Tuns, jenes Moment der Unterordung des Ichs unter Normen die dem Menschen von der Objektwelt gestellt werden”. Das „geistige Werkschaffen” aber, charakterisiert durch „Bewußtheit der Zielsetzung, Bewußtheit der Eigenleistung Selbstkritik” setze nicht vor dem Eintritt der Schulzeit ein. — Was hier als über