You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Auf Grund von Beobachtungen (in Schule, Haus, Spielleben), Umfragen, Aufsatzthemen, zwangslosen Gesprächen mit ungefähr 100 Mädchen des Alters von elf bis dreizehn Jahren, versucht Rada die Beziehung des Proletariermädchens zu seiner Umwelt zu erfassen. Häusliches Milieu, Wohnraum, Lernplatz und Aufgaben, Berufe der Eltern, Familienleben am Abend, Kinobesuch, häusliche Arbeiten, Freizeitbeschäftigung, Einstellung zur Schule, zu den Unterrichtsfächern, Bewertung der Schule. Turnverein, katholische Kongregation, Rote Falken, Bücherbesitz, Lektüre, Park. Gasse und Wiese, — werden dargestellt. Die statistischen Tabellen machen die Darstellung plastischer, aber sie haben, worüber sich Rada nicht klar zu sein scheint, keinen Wert als „exaktes” Erkenntnismittel. Die engen Grenzen, die der von Rada angewandten Methode gezogen sind, werden besonders deutlich an dem Kapitel: „Die Einstellung des Mädchens zu sexuellen Problemen.” (Seite 67 bis 74.) Es bringt im Einzelnen manches interessante Material. Zusammenfassend meint Rada: „Die Rolle, die das Sexuelle spielt, ist allgemein eine recht geringe. Nur bei vier Kindern von sechzig, drängt die Beschäftigung mit dem Sexuellen alle anderen Interessen in den Hintergrund. Es sind diejenigen, für die schon Flirt und Liebschaft begonnen haben. Im allgemeinen birgt das Sexuelle für die Mädchen dieser Gesellschaftsschicht keine ungelösten Fragen, da sie mit den hierhergehörigen Fragen von Kind auf vertraut