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Ein fünfdreivierteljähriger amerikanischer Junge hatte die Gier, ungeheure Mengen von Nahrungsmitteln zu verschlingen und alles zu zerbeißen und hinunterzuschlucken, was irgend erreichbar war. Das Kind hatte seine sämtliche Bauklötze angenagt, hatte aus dem Inneren seines Hampelmannes alle Sägespäne aufgegessen, auch den Glacéhandschuh seiner Mutter völlig verzehrt. Der Kleine, nennen wir ihn Tommy, schrie mörderisch, wenn man ihm seinen Teller nicht übervoll auflegte. Er trank die Milch literweise, griff mit den Händen in die Schüsseln und stopfte sich den Mund ganz voll, ging in die Speisekammer und entnahm dort unter anderem Reis, den er roh hinunterwürgte. Sein ungeheuerlicher Appetit ließ die Eltern bereits vor längerer Zeit einen Kinderarzt aufsuchen, der zum größten Schrecken aller, als Folge des maßlosen Essens Gefahr für das Herz und Zucker im Urin fand. Als eines Tages die mütterliche Straußenboa in eine dünne, unansehnliche Strippe verwandelt war, rief man mich — obgleich man wußte, daß die Familie Europa bald werde verlassen müssen.
Ich fand einen bleichen, pastösen, ernst aussehenden Knaben vor, der mit den gewandtesten Manieren mir seine Spielsachen zeigte. Wir trieben drei Tage lang so artige Gesellschaftsspiele wie Quartett, Tiddledywins, Halma usw. An diesem dritten Tage fiel es mir ein, noch ein zweites Mal und unangemeldet zu dem Kinde zu gehen. Da sah ich den Jungen strampelnd auf dem Teppich liegen und wohlgemut eine Melodie vor sich hinsummen, während er in beiden Händen kleine, lebendige Tiere hielt — von denen er eine Anzahl besaß — und sie abwechselnd zum Munde führte. Da Tommy völlig versunken in sein Spiel war, hatte er mein Eintreten gar nicht gehört, und ich mußte ihn noch einmal laut begrüßen. Der Junge war außer sich, daß man mich ihm nicht angemeldet hatte (er war es nicht gewohnt, unangemeldete Gäste zu empfangen). Ich beruhigte ihn rasch, setzte mich neben ihn auf den Boden und spielte mit den Tieren. Tommy kroch mißtrauisch um mich