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Wenn wir werdende Erzieher auf ihren Beruf vorbereiten sollen, so fallen uns immer wieder gewisse, ständig wiederkehrende Tatsachen auf, die sich als Ursache erzieherischer Schwierigkeiten und erzieherischen Versagend erweisen. Diesen „ursächlichen” Erscheinungcn erzieherischer Mißerfolge möchten wir vorerst einmal unsere Aufmerksamkeit zuwenden.
Da zeigt sich vor allem immer wieder, daß auch unsere zukünftigen Erzieher, wie jeder andere Erwachsene, ein Kind sehr schwer verstehen. Ich meine hier nicht „verstehen” in irgend einem bestimmten psychologischen Sinn, sondern das ganz einfache menschliche Verständnis für das Kind fehlt den allermeisten in einem, zwar wechselnden, aber zumeist beträchtlichen Ausmaße. Und dieser Mangel zeigt sich umso bestimmter, je jünger die Kinder sind. Wir können ihn zum Beispiel schon feststellen, wenn wir uns einfach über Kinder erzählen lassen, über alltägliche Vorkommnisse. Werden uns solche erlauschte Szenen, Gespräche. Lieder oder Spiele wiedergegeben, so verraten uns die „Großen”, daß sie recht wenig Einblick mehr in die Dinge besitzen, die hier bei den Kleinen vorgehen. Besonders deutlich wird manchmal dieses Versagen, wenn verschiedene Erwachsene über das gleiche Kind und die gleichen Geschehnisse berichten, und sich dabei in Widersprüche verwickeln.
Je länger man derartigen Beobachtungen nachgeht, desto häufiger sieht man, daß der Erwachsene und das Kind weit auseinanderleben, in so verschiedenen Welten, daß sie sich kaum zu berühren scheinen. Der Erwachsene hat diesem Tatbestand allerdings zum Teil Rechnung getragen, dem Kinde seine eigene Welt zugewiesen und sie Kinderstube genannt. Aber ob dieser räumlichen Trennung schien er zu vergossen, daß die Unterschiede viel weiter gehen.
Weiters fällt uns auf, daß der Erwachsene aber auch sich selber recht wenig kennt und von sich selber nur sehr wenig weiß. Oft weiß er nicht recht, warum er eigentlich Erzieher werden möchte, und noch weniger, was für Wünsche und Absichten er mit seiner