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Die folgende genaue Darstellung der Behandlung einer am Beginn befindlichen Kinderneurose entstand auf folgende Weise. In einer analytisch pädagogischen Arbeitsgemeinschaft berichteten Kindergärtnerinnen und Mütter über Kinder, mit denen sie Schwierigkeiten hatten. Man kam meistens überein, daß man über dieses und jenes mit dem Kind sprechen müsse, sei es, um das Kind besser zu verstehen, sei es, um es therapeutisch zu beeinflussen. Da ergab sich häufig, daß Mütter und Pädagogen sich bei solchen Versuchen, an das Kind heranzukommen, hilflos zeigten, besonders, wenn es eich um sehr kleine Kinder handelte. Es wurde deshalb der Plan gefaßt, bei der nächsten geeigneten Gelegenheit den genauen Verlauf solcher therapeutischer Gespräche mit einem Kinde zu schildern.
Die folgende Wiedergabe der Gespräche mit dem zweidreivierteljährigen Heini ist vielleicht noch aus einem andern Grund von Interesse. Sie zeigt, mit wie geringen Mitteln die Entwicklung einer Kinderneurose aufgehalten werden kann und wie wichtig darum die analytische Schulung von Kindergärtnerinnen und Pädagoginnen ist. Die Schwierigkeiten des kleinen Heini bestanden darin, daß er, wenn die Mutter wegging, stundenlang schrie und weinte und durch nichts zu beruhigen war. Außerdem machte er Schwierigkeiten beim Einschlafen und in der Nacht. Solche oder ähnliche Angstzustände werden häufig bei Kindern dieses Alters beobachtet und als störend, aber nicht als behandlungsbedürftig angesehen, sie werden entweder mit Strenge bekämpft oder mit übergroßer Nachgiebigkeit gestützt. Oft verschwinden sie nach einiger Zeit, häufig aber bilden sie die Grundlage für schwerere neurotische Symptome. Da hier nicht bloß mit pädagogischen Mitteln, sondern in wesentlichen Punkten mit der analytischen Methode gearbeitet wurde, und somit die Angst nicht unterdrückt sondern der angsterzeugende Konflikt beseitigt wurde, kann man hoffen, daß eine spätere Symptombildung verhindert werden konnte.
Die Mutter berichtete in der oben erwähnten Ar