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Einige Kinderanalytiker, die Kinder mit Lernhemmungen analysieren, verbinden die Analyse mit regelmäßiger Arbeit mit dem Kinde auf den Gebieten, die dem Kinde Schwierigkeiten bereiten; oder sie versuchen, wenigstens einen steten und möglichst gründlichen Einblick in die Arbeit des Kindes auf dem gehemmten Gebiete zu behalten. Sie warten also nicht ab, bis die Analyse durch Aufdeckung der tiefsten Gründe der Hemmung das Kind instand setzt, sie zu überwinden, versuchen vielmehr das Kind dazu zu bringen, den Kampf mit seiner Hemmung sogleich aufzunehmen, und beteiligen sich mit eigenen Hilfeleistungen an diesem Kampfe des Kindes.
Die Kombination von Analyse und solcher pädagogischen Hilfe führt in der Therapie der Lernhemmungen zu so günstigen Erfolgen, daß sie schon aus diesem Grund geschildert zu werden verdient. Eine Darstellung dieser Methode scheint aber auch aus anderen Gründen geboten. Kinderanalytiker, die sich aktiv um die reale Lebenssituation der Kinder bekümmern, die das bewußte Alltagsleben des Kindes ebenso unter die Lupe nehmen wie seine unbewußten Triebkonflikte, werden gelegentlich, vor allem von uneingeweihten Außenstehenden, verdächtigt, keine „reine” Analyse zu machen, sondern die Analyse mit anderer Therapie oder mit moderner Pädagogik zu legieren. Die Darstellung unserer Technik wird wohl überzeugen, daß wir mit ihr nicht einen „Ersatz” und nicht eine „Verbesserung” der Analyse versuchen, sondern daß wir die pädagogische Arbeit mit dem Kinde in den Dienst des analytischen Prozesses stellen.
Einer der wichtigsten Gründe dieser Technik wird deutlich an einem Vergleich. Ein starker Organismus wird mit einer nicht gefährlich vorschreitenden organischen Erkrankung fertig, wenn dem Patienten die psychischen Motive, krank zu sein, genommen werden. Im allgemeinen