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Terminologische Untersuchungen erfreuen sich keiner großen Beliebtheit. Man nimmt sie bestenfalls als notwendiges übel von Zeit zu Zeit in Kauf und ärgert sich immer ein wenig über den, der sie einem aufdrängt. Manche Wissenschaftler lehnen sie völlig ab. Sie finden sie lächerlich, dürr, immer ein wenig prätentiös, erörtern sie doch mit großer Wichtigkeit starre begriffliche Details, denen jeder Bezug zur Praxis zu fehlen scheint. Sie erwecken leicht den Anschein des Spielens mit leeren Formen, manchmal sieht es geradezu so aus, als ob sie die Form wichtiger nähmen, als den Inhalt.
Mit diesem Vorwurfe aber geschieht den terminologischen Untersuchungen unrecht. Nur wo sie zu früh auftauchen, wo sie am Anfang eines jungen Wissenschaftsbetriebes stehen, wirken sie so blutleer, übereilt, In dem Ausmaß, in dem sich der Arbeitsrahmen des Wissenschaftlers mit konkretem Inhalt füllt, werden sie dringlicher, unentbehrlicher. Ihre Vernachlässigung beim Vorhandensein eines großen Tatsachenmaterials ist sogar ein ausgesprochener Mangel. Denn wenn sie auch selbst nichts Neues hinzufügen können zu den gesammelten Erfahrungen, so haben sie doch eine unleugbare Bedeutung für ihre zweckmäßige Verwertung.
Die Wissenschaft der psychotherapeutischen Pädagogik im weitesten Sinne des Wortes, wie sie der Erziehungsberater treibt, ist in dem Stadium angelangt, in dem es angemessen scheint, die praktische Arbeit gelegentlich durch rein begriffs-theoretische Untersuchungen zu unterbrechen. Denn wir sind doch gezwungen, alles zu benennen, was wir darstellen und mitteilen wollen. Und wenn wir mit diesen Benennungen anfangs auch nicht allzu vorsichtig sein müssen, solange sie uns nur beim Finden unserer Ergebnisse unentbehrlich werden, für die Zwecke der Darstellung und Mitteilung müssen wir uns größerer Exaktheit befleißigen. Denn wie leicht ergibt sich der Fall, daß ein Terminus auf verschiedenen Seiten gleichzeitig auftaucht, ohne daß wir die Sicherheit hätten, daß seine Bedeutung in allen die