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Die schwedische Zeitschrift für Kinder- und Jugendforschung (Tidskrift för Barnavard och Ungdomsskydd) berichtet in Nr. 5/1933 über die Sommerkurse, welche der Rektor der Siljansskolan (des bekannten schwedischen Landerziehungsheims) Harald Alm alljährlich veranstaltet. Die Kurse waren in diesem Sommer von 125 Teilnehmern aus allen Teilen der Welt besucht; fünf verschiedene Kurse wurden veranstaltet. Nach den beiden ersten wurde ein zweiwöchiger Kurs über psychische Hygiene des Kindes- und Jugendalters gehalten und hiezu Dr. med. et phil. Wilhelm Hoffer aus Wien als Vortragender verpflichtet. Das überaus rege Interesse der Teilnehmer, vorwiegend skandinavische Pädagogen, ermöglichte cs in Vorträgen und Seminaren die Grundlagen der psychischen Hygiene zu besprechen, einzelne Teilnehmer widmeten sich außerdem noch der Durchsicht der einschlägigen Literatur. Nach Besprechung biologischer und medizinischer Fragen, Erblichkeit, Disposition und einiger soziologischer Grundbegriffe ging der Vortragende zur Darstellung der psychoanalytischen Grundbegriffe über, wobei die Anfänge des Werkes Sigm. Freuds ausführlich besprochen wurden. An der Hand von Beispielen aus der Erziehungsberatung und Kinderanalyse wurden die Charakterentwicklung, die Konflikte, die Neurosen und Verwahrlosungen behandelt. Der zweite Teil des Kurses war für die Besprechung der Organisation und Arbeitsweise der Erziehungsberatung reserviert. Nunmehr konnte auch die Psychologie der Erzieher eingehend besprochen werden, da sic für die psychische Hygiene ebenso wichtig ist wie die Psychologie des Kindes. — Manchen der Hörer war die Psychoanalyse infolge der Pionierarbeit von Alfhild Tamm (Stockholm) nicht mehr ganz neu; wenn man bedenkt, daß es unter den Hörern solche gab, welche an einsamen Landschulen wirken, so darf man erwarten, daß die skandinavischen Pädagogen sich bald eingehender mit der Psychologie und Psychoanalyse werden beschäftigen wollen; den Weg hiezu geebnet zu haben, ist Harald Alms Verdien