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Die Arbeit wendet sich an alle Eltern und Erzieher, die „guten Willens” sind; sie will belehren und Anregungen für eine sexuelle Erziehung geben. Die Verfasserin betont die sexuelle Unfreiheit der Elterngeneration und geht den Ursachen dieses Sachvorhaltes nach. Sie macht die unrealisierbaren, ethischen Forderungen der Religion, den Alkohol und die Legislatur dafür verantwortlich. Sie schildert die Folgen dieser Situation: das Vertrauen zwischen Eltern und Kindern wird gestört, der Mangel an Aufrichtigkeit demoralisiert und die Konflikte des Abwehrkampfes stoßen das Kind in die Neurose. Da die Eltern in sexuellen Dingen meist selbst gehemmt und zwiespältig sind, so müsse man versuchen an Stelle der Einzelaufklärung die Kollektivaufklärung in der Schule, etwa im Anschluß an den Naturgeschichtsunterricht zu setzen.