You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Verfasserin versucht den Ablösungsprozeß des reifenden Mädchens von der Mutter psychologisch zu ergründen. Problemstellung und Problembeantwortung basieren auf W. Sterns Arbeiten über den Personalismus und beziehen von M. Schelers Werk über „Wesen und Formen der Sympathie” mancherlei Anregung. Das Material umfaßt 24 schriftliche Berichte von Müttern, das Ergebnis eines Fragebogens; und 24 Äußerungen junger Mädchen, die durch Überlassung von Tagebüchern oder Briefwechseln der Verfasserin zugänglich wurden. Die Autorin glaubt folgende typische Gestaltung feststellen zu können: aus der ursprünglichen ungeschiedenen Wir-Welt der Familie, in der Mutter und Kind im „Mitvollzug der Akte” wesenhaft verbunden waren, löst sich das Mädchen allmählich in der Ausgestaltung einer eigenen personalen Welt, die sich von der der Mutter mehr oder weniger unterscheidet. Entscheidend für den Ablösungsprozeß der Jugendlichen von ihrer Mutter ist die Entwicklung der individuellen Wertstruktur. Sie stellt sich dar: a) in der zunehmenden Beschäftigung mit dem eigenen Ich; b) in der Idealbildung; c) in der Errichtung autonomer Gegensätze (p. 164).
Das ungleichartige und ungleichwertige Material wird nur schlagwortartig mitgeteilt; dadurch wird jede ernsthafte Auseinandersetzung mit den gestreiften Problemen sehr erschwert.
H. Hoffer-Schaxel.