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Der Leiter des Staatlichen Laboratoriums für Pathologie und Therapie an der Hochschule für Heilpädagogik in Budapest veröffentlicht hier fünf Vorlesungen, die er im Februar 1932 in Holland gehalten hat. Ihr Studium setzt biologische und medizinische Schulung voraus, sie werden niemanden enttäuschen, wenn man sich ihnen aus Vorliebe für saubere wissenschaftliche Arbeit und nicht aus Hoffnung auf praktische Nutznießung widmet. Für die
Praxis des Heilpädagogen bietet die wissenschaftliche Konstitutionsanalyse Szondis bloß eine Handhabe: die objektive Prognostik der Bildungsfähigkeit von Schwachsinnigen. „Welche krankmachenden Faktoren beeinträchtigen am meisten die Bildungsfähigkeit der Schwachsinnigen und welche am wenigsten? Wir versuchten die Antwort auf diese Frage auf den vier Wegen der biologischen Forschung zu suchen. Erstens forschten wir, ob in der Ätiologie der bildungsunfähigen Schwachsinnigen andere pathogenetische Faktoren zu finden sind als in der Ätiologie der bildungsfähigen. So gelangten wir zu den generellen „pathogenetischen Grundlagen” der kinderpsychiatrischen Prognostik. Zweitens untersuchten wir, ob wir aus der genealogischen, erbbiologischen Struktur der Familie auf die Bildungsfähigkeit des schwachsinnigen Probanden irgendwelche Schlüsse ziehen können. So gelangten wir zu der „genealogischen Grundlage” unserer Prognostik. Drittens fragten wir, ob die biologische Analyse des Probanden, also sein Abweichungsquantum von der Norm- zur Grundlage der Bildungsfähigkeit dienen kann. So gelangten wir zur prognostischen Bedeutung des „biologischen Abweichungsquantums” des Probandon. Schließlich prüften wir, ob das Verhalten des Probanden In der Schule, in der Familie und in der Gesellschaft, also sein Behaviour, als Grundlage der Bildungsfähigkeit zu verwenden ist.” Von den Antworten auf diese Fragen will ich einige hervorheben, weil sie geeignet sind, Vorurteile auch bei dem zu zerstreuen, der sich beruflich nicht mit Schwachsinnigen beschäftigt: verg